Manlio Allegri, am 12 Februar 1945 in Lucca geboren, lebt und arbeitet in
Livorno.
Er hat die Kunstschule "Trossi-Uberti" besucht unter der Leitung des
Meisters Voltolino Fontani.
Seine intensive Künstlerische Tätigkeit umfasst ungefähr 40 Einzelausstellungen,
zahllosen Gruppenausstellungen in Italien und ijm Ausland, sowie Preise und Anerkennungen
in internationalen Wettbewerben.
Bemerkungen von Ferruccio Battolini. März 1999
Manlio Allegri, ist in Lucca geboren aber in jeder Hinsicht ein echter Bürger
von Livorno geworden. Er hat seine Lehrjahre bei Voltolino Fontani und dessen Belehrungen
in der Kunstschule "Trossi-Uberti" nie vergessen.
Er ist ein Künstler, der es sich täglich zur Debatte zu stellen liebt und er
schaut sich um, um die noch wichtigen und sinnvollen Geschehnisse der tosckanischen Kunst
und deren besonderen Teil seiner Stadt zu überschreiten. Seine Weltanschauung
(menschliche und kulturelle Toleranz und Solidarität) hilft ihm in sich zu sehen und mit
jenen, die sich in sein malerisches Werk einfühlen mit Freigebigkeit zu dialogisieren.
Ich bin mit ihm durch ein sehr starkes Freundschaftsgefühl verbunden, das nie ausgehen
wird, weil wir beide zu Optimismus und Vertrauen ermahnen, malgré tout.
Allegri hat als Landschaftsmaler angefangen; nicht nur weil er diese Kunstweise
für das zentrale schöpferischen Gebiet seiner Kunst hält, sondern auch weil es für ihn
die Beziehung zwischen Mensch (und noch mehr zwischen Mensch-Künstler) und Natur
wesentlich ist. In Allegris Meinung (und auch in meiner) ist das Subjekt
"Landschaft", wie schon Lacombe im 1751 in seinem berühmten Dictionaire der
Fülle sagte, von Pluralität und Annehmlichkeit durchdrungen. Ich würde sagen, daß für
Allegri die Landschaft sowohl mittellandisch als auch nordisch Art denkbar ist, da es ihm
gelungen ist Farbung und Wesentlichkeit sowie freie Einflüße und Bedarf nach Methode zu
verbinden.
Ich beziehe mich auf einigen Bemerkungen, die 1997 anläßlich des
"Bancarella" Preis von Pontremoli über den Maler geschrieben wurden. Wenn man
seine "Geschichte" von '79 (als er den ersten Preis der Biennale Versiliana
gewonnen hat) bis zu den letzten Werken, die in Centro Allende von La Spezia ausgestellt
sind, betrachtet, kann man die immer sichtbare Farbenkraft erkennen die (auch wenn sie im
Laufe der Zeit anders gebraucht wurde) die Lust neue Gemutsbewegungen zu vermitteln
darstellt. Seine Landschaft die heutzutage immer mehr in ihrer synthetischen und
originalen Form dargestellt wird, kommt aus einem eng an die Einbildungskraft gebundenen
Bereich.
Die heutigen Verzauberungen sind anders weil die Struktur der Schaffung und die
Materialien andere geworden sind; die Rhytmen sind noch mehr hervorgehoben und
Frucht einer unzweifelhaften, neuen liberalen Unternehmungslust; doch die malerische Kunst
oder besser gesagt die Begeisterungen für die Farbe sind immer noch dieselben. Allegris
heutige "Landscahft" kann, auf den ersten Blick, weniger erkennbar erscheinen
als die, die der Maler vor einigen Jahren dargestellt hat: in Wirklichkeit ist das was
fälschlich unter dem Begriff "Abstraktion" identifiziert wurde, nicht anderes
als die Lust nach freieren Räumen, nach Tiefen die durch Überlagerungen von noch
lebendigeren Lichtern und noch aufregenderen Farben, von noch eindrucksvolleren mit
großen Mut und Intelligenz gegebenen Transparenzen und von emotionellen Wirkungen
hervorgehoben werden. Allegri bietet uns heute mit großer Fertigkeit, neue Synthesen und
genießbare Improvisationen (die sofort in ausgewogene Farbeffekte umgewandelt werden),
ein visuellen Modell, das die Werte intakt behält und gleichzeitig die Beziehungen zu den
primären und geheimnissvollen Elementen der Natur vertieft.
Die neue "Triptychonen" (in denen aber jeder einzelner Teil sowohl
eigenes Leben als eine farbige verbindende Funktion hat) beweisen die unendlichen
Evolutionsmöglichkeiten des Malers Allegri, der, so scheint es, die horizontale Lage und
die neue scharfe und mutige senkrechte Lage beherrschen kann. Die Apuaner Alpen und die
"Balze" von Volterra, die mit verschiedenen Mitteln dargestellt werden
(Collages, vorgemalte Papier, Acryl, Bleistifte, Ton und Tusche), stammen aus einer
naturalistischen Erläuterung, die sich, obwohl sie von beliebten und bekannten Orten
entspringt, von Traditionellen Begriffe der Vedutenmalerei entfernt.
Wir befinden uns im Bereich der verfürenden "primäre Wirklichkeit" aus
der alles herkommt, steht und zurückkehrt; hier findet Allegri (und wird sie auch immer
finden) unendliche und beherrschende Antriebe um sein schon reiches ethisch-aestetisches
Kapital der Selbstkenntnis und instinktive lyrischen Phantasie zu erhöhen. |